Ursprünglich kommt Line Dance aus den USA. Es entwickelte sich im 19. Jahrhundert aus einer Mischung der Volks- und Folkloretänze der europäischen Einwanderer und den Tänzen der Cowboys am Lagerfeuer. Letztere gaben dem Ganzen dann den Country- und Westernstil.

Line Dance ist eine eigenständige Tanzart, bei der die Tänzer hinter- und nebeneinander in einer Linie auf  Country- und Westernmusik tanzen. Hier tanzt jeder für sich alleine. Nur beim Partnertanz hat man dann einen "Partner".  Die Tanzchoreographien bilden sich aus verschiedenen Schrittmustern zu jedem Tanz/Lied anders. Es wird unterschieden, ob der Tanz in eine, zwei oder auch in alle vier Richtungen und mit 16, 32, 48, 64 oder gar bis zu 100 Tanz-Schritten in Kombination getanzt wird. Bestimmte Grundschritte wie zum Beispiel: Grapevine, Shuffle, Pivot turn usw. finden sich in vielen Tänzen wieder. Sehr oft wird eine Choreographie weltweit nur zu bestimmten Titeln getanzt. Zum Lied "Chattahoochee" wird nur der Tanz "Chattahoochee", sowie zum Song "Acky Breaky Heart" wird nur der Tanz "Ski Bumpus" getanzt. 

Line Dance wird mittlerweile nicht nur zu Country- und Westernmusik, sondern auch zu aktuellen Pop- und Rocksongs getanzt. Erstaunlich ist, dass es jetzt schon mehrere Tausend verschiedene Tänze und Choreographien gibt.

Besondere Anforderungen werden beim Line Dance nicht gestellt, es muss nur die richtige Musik und die Lust auf Bewegung vorhanden sein, alles andere entwickelt sich aus der Freude am Tanzen von selbst. Durch die Country- und Westernmusik und ein paar Merkmale wie den Cowboyhut, Jeans und Cowboystiefel wird das typische Countryflair noch verstärkt.